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Alt 22.02.2012, 23:15
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Arek Arek ist offline
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Standard [Str-Nymphe] Tagebuch einer Str-Nymphe

Tagebuch einer Str-Nymphe


Tag 0
Ich, Artea, entstamme zwar dem Volk der magiebegabten Elfen, doch zieht es mich schon seit längerem zu eher handfestem Kriegshandwerk. So intelligent und begabt wir Nymphen auch in der Magieausübung sind, so schwach sind wir leider körperlich. Dennoch bin ich fest entschlossen, den Weg des Schwertes zu erlernen.
Nachdem ich mich als Elf durch Horden von Gegnern gebrannt habe und mit Lvl 50 schließlich in die Sphären der Elite-Charaktere aufgestiegen bin, war es endlich soweit. Ich ging bei einem orkischen Meister in die Lehre, um mir ihr Kriegshandwerk anzueignen. Mein Lehrmeister nahm mir gleich zu Beginn alle Illusionen: ich würde nie so stark sein wie andere Charaktere, könnte meine angeborenen Magiebegabungen nicht nutzen und würde statt einer zusätzlichen nützlichen Spezialfähigkeit eines anderen Volkes lediglich die seine erlernen und dafür meine eigene sinnlos wegwerfen. Aber ich hatte mir diese Entscheidung reiflich überlegt und war fest entschlossen, mich bis Lvl 70 in der Arena durchzuschlagen. Ich nahm mir eines der Übungsschwerter und forderte den Ork auf, mich alles zu lehren, was er wüsste.

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Nachteil in Zahlen:
- 15 Statpunkte weniger
- 14% weniger Schaden
- Verzicht auf eine Spezialfähigkeit


Tag 1

Meine Karriere in der Arena als Elite1-Charakter beginnt. Aufgeregt lege ich mir die noch etwas ungewohnte Plattenrüstung an, ziehe mein Schwert und suche mir mein erstes Opfer. Es fällt schnell und derart motiviert suche ich mir die nächsten Gegner. Lvl 1 – 4 verläuft ohne Probleme, ich kann alle Gegner niederschlagen. Mit Lvl 4 suche ich erstmals einen Runenmeister auf und lasse meine Ausrüstung verzaubern. Enttäuscht bemerke ich, dass auf die niedrigere Ausrüstung, als ich sie zur gleichen Zeit als Elf gewohnt war, auch weniger Verzauberung draufpasst. Ich entscheide mich dazu, mir nun zwar höhere Gegner auszusuchen, aber nicht zu übermütig vorzugehen. Dennoch bekomme ich mit Lvl 6 das erste Mal den Staub der Arena zu schmecken, als Elf war das definitiv leichter …
Immerhin konnte ich heute Lvl 11 erreichen.


Tag 2
Mit Lvl 12 lasse ich mir von meinem Runenmeister neue Verzauberungen auf meine Ausrüstung legen. 4 Lvl höhere Gegner klappen nun recht sicher, damit steige ich auch wesentlich schneller im Lvl.
Ich übe mich weiter in der Schwertkampfkunst und mit Lvl 14 gelingt es mir schließlich, meinen Gegnern mit Hieben stark blutende Wunden zuzufügen und sie damit nachhaltig zu schwächen. Nur ein Meister mit dem Schwert könne dies vollbringen, erklärte mir damals der Ork. Stolz auf mich selbst lasse ich mein Schwert einige Male sirrend durch die Luft schwingen. Doch dann kommen mir seine folgenden Worte in den Sinn: "Selbst wenn du diese Fähigkeit erlernst hast, stehst du noch ganz am Anfang deines Weges, es gibt noch viel mehr zu lernen, selbst für einen Meister." Heute bin ich bei Lvl 23 angekommen, es liegt in der Tat noch ein weiter Weg vor mir.


Tag 3
Ich gewinne weiter an Kampferfahrung und steige im Lvl auf. Um 4 Lvl höhere Gegner bereiten mir weiterhin keine Schwierigkeiten bis ich Lvl 26 erreiche. Ab hier muss ich stark aufpassen, wen ich angreife, ansonsten schickt mich ein kritischer Schlag auf den sandigen Arenaboden. Aber das kenne ich bereits aus meiner Zeit als Elf. Ich freue mich schon darauf, wenn ich erfahren genug bin, um diese Technik selbst einsetzen zu können. Ich bin nun Lvl 27 und bisher habe ich meinem alten Orkmeister keine Schande bereitet!


Tag 4
Nach den aufregenden ersten Tagen gönne ich mir heute eine Ruhepause und kämpfe mich nur auf Lvl 28 vor. Diesmal muss ich mehrmals +3 angreifen, da schaffbare +4 Gegner Mangelware sind. Den restlichen Tag verbringe ich auf dem Marktplatz, um mir die neuesten Rüstungen und Waffen anzuschauen.
Als Nymphe in voller Rüstung falle ich natürlich entsprechend auf. Die Angehörigen des Elfenvolkes werfen mir belustigte Blicke zu und tuscheln hinter meinem Rücken. Die Orks verhalten sich ruhiger, aber auch sie mustern mich, wobei ich ihre Blicke nicht so recht zu deuten vermag. So richtig gehöre ich zu keinen von ihnen, es sieht so aus, als hätte ich einen einsamen Weg gewählt.


Tag 5

Mit Lvl 30 erlerne ich endlich die Fähigkeit, mit meinem Schwert kritische Hiebe zu verursachen. Allerdings bin ich vom Schaden noch etwas enttäuscht, mein Feuerstab hat damals wesentlich mehr Wucht gehabt, auch ohne kritische Treffer. Genauso enttäuschend verläuft dieses Lvl, ich muss mich wesentlich öfter auf Angriffe gegen +3 Gegner beschränken als mir lieb ist, sonst liege ich ganz schnell am Boden. Ich beschließe, nach soviel Krafttraining doch wieder etwas mehr Technik- und Ausdauertraining einzubauen, das sollte mir nicht schaden. Das nächste Lvl verläuft dann auch wieder etwas entspannter für mich, abends habe ich Lvl 31 erreicht.
Als ich am Ende des Tages am Marktplatz vorbeischlendere, bemerke ich an einem Stand ein wahres Gewimmel. Ich trete näher hinter die Menge und versuche zu erkennen, was hier vor sich geht. Als ich den Grund für den Aufruhr sehe, traue ich meinen Augen nicht, die veranstalten dort Wetten zu mir! Die Leute können auf meinen Erfolg oder mein Scheitern in insgesamt 6 verschiedenen Bereichen wetten. Bisher hat allerdings noch niemand etwas gesetzt. Ich verdrücke mich ganz schnell ins Innere der Arena, bevor mich jemand erkennt, soviel Aufmerksamkeit verursacht bei mir ein mulmiges Gefühl im Magen. Worauf die Leute wohl wetten werden?


Tag 6
Nachdem ich nun auch +5 Gegner angreifen kann, wird die Auswahl größer. Ich komme gut voran, gewinne aber meistens mit deutlich weniger Rest-HP als zuvor als Elf und ab und an muss ich sogar eine Niederlage einstecken. Ich erreiche Lvl 35.
Abends schaue ich noch einmal am Wettstand auf dem Marktplatz vorbei, aber sicherheitshalber vermummt, ich möchte lieber nicht erkannt werden. Mit großen Augen schaue ich auf die Wettübersicht, da hat tatsächlich schon einer gewettet und zudem noch auf meinen Erfolg in allen Bereichen! Entweder hat dieser Elite3-Charakter zuviel Geld oder der traut mir das wirklich zu. Traue ich es mir eigentlich selbst zu? Sicher bin ich mir da irgendwie nicht …
Als ich schon gehen will, nähert sich eine rosa gekleidete Gestalt dem Wettstand und setzt grinsend einige Silberstücke auf Niederlage in allen Bereichen. Komischerweise stärkt das ein wenig meine Zuversicht, von so einer Gestalt lasse ich mich bestimmt nicht von meinem Ziel abbringen.


Tag 7
Ich kämpfe mich stetig voran, die Ergebnisse sind aber weiterhin knapper als zuvor als Elf und ich muss mich öfter geschlagen geben. Morgen werde ich Lvl 40 erreichen, dann kann ich neue Rüstung, Waffe und Schmuck anlegen, ich bin gespannt wie sich dieser Ausrüstungssprung auswirken wird. Aber noch bin ich Lvl 39.
Bei meiner seit Beginn der Wetten allabendlichen Runde über den Marktplatz sehe ich auch neue Anschläge an der Wetttafel. Die beiden Quoten zu erreichen, wird mir kaum zugetraut, der Rest erstaunlicherweise schon.


Tag 8

Meine Erwartungen hinsichtlich der neuen Ausrüstung mit Lvl 40 haben sich erfüllt, die Kämpfe fallen mir nun wesentlich leichter und ich verliere nicht mehr so viele HP, auch Niederlagen sind seltener. Zudem hat sich mit Lvl 42 mein Angriffsradius auf bis zu +6 ausgeweitet, das nutze ich natürlich aus.
Beim Buchmacher auf dem Marktplatz sehe ich inzwischen allerlei Wettkombinationen. Irgend so ein Kobold hat kurioserweise auf meine Aufgabe gewettet, glaubt aber gleichzeitig, dass ich die beiden Quoten schaffe. Kopf kratzend denke ich darüber nach, was diese Kombination wohl für einen Sinn haben könnte, aber das wird der Kobold nur selbst beantworten können.
Ich bin nun Lvl 43, nur noch wenige Lvl trennen mich von dem Bereich, wo sich nur noch die Elite-Krieger miteinander messen.


Tag 9
Meine Kämpfe verlaufen heute nahezu reibungslos, ich hatte kaum eine Niederlage zu beklagen. Ich erreiche Lvl 48 und werde morgen das erste Mal andere Elite1-Charaktere angreifen. Dazu brauche ich aber erst neue Ausrüstung, also mache ich mich am Nachmittag auf den Weg zum Marktplatz.
Ich schaue zunächst beim Buchmacher vorbei, die komische Wette des Kobolds lässt mir keine Ruhe. Der Buchmacher erklärt mir, dass der Kobold klüger ist, als man denken mag, da er offenkundig die Wetten seines Bruders abgesichert zu haben scheint ... ich verstehe das nicht wirklich, aber da ich nun den Weg der Stärke anstatt dem der Intelligenz gehe, ist dies vermutlich ein gutes Zeichen.
Danach setze ich meinen Weg fort zu den Schmieden, um mir meine neue Rüstung und Waffe abzuholen. Ich habe mich für eine extradicke Eisenrüstung entschieden, die feindliche Angriffe zu einem großen Teil absorbieren soll. Der Rüstungsschmied hilft mir in Panzer, Arm- und Beinschienen. Die Rüstung ist dermaßen schwer, dass ich mich kaum auf den Beinen halten kann. Als mir der Schmied den Helm aufsetzt, klappe ich schließlich laut scheppernd komplett zusammen.
Wie ein Häufchen Elend hocke ich auf dem Boden. Dass die Rüstung mit entsprechendem Schutz auch viel schwerer sein würde, habe ich nicht bedacht, aber ich brauche sie gegen die Elite1, sonst habe ich keine Chance. Als mich der Schmied so sieht, bricht er in schallendes Gelächter aus, deutet zum Stand nebenan und meint, ich solle es doch lieber dort versuchen. Ich folge seinem Blick, ein Schneider bietet dort Gewänder aus Vlies feil, zu allem Überfluss auch noch in rosa, der Modefarbe dieser Kampfsaison. Mir kommt die rosa Gestalt in den Sinn, die vor einigen Tagen so offensichtlich belustigt auf meine Niederlage gewettet hatte. Sollte das meine Zukunft sein, rosa Kleidchen oder völliges Versagen? Angewidert wende ich den Blick ab, Wut steigt in mir empor. Nein! Niemals wieder werde ich Kleidchen tragen und den Zweiflern werde ich schon zeigen, was ich kann!
Mit allem was ich an Kraft aufbieten kann, stemme ich mich nach oben. Nach ein paar Versuchen gelingt es mir schließlich, auch wenn ich etwas wackelig auf den Nymphenbeinen stehe. Von dem immer noch lachenden Schmied und seinem Kollegen nehme ich Schwert und Schild entgegen. Ich bedanke mich leicht säuerlich und gehe ein paar vorsichtige Schritte. Zum Glück falle ich nicht noch einmal um. Mehr watschelnd als gehend und Schwert und Schild mehr hinter mir herschleifend als tragend mache ich mich schließlich auf den Weg zurück. Die grinsenden Schaulustigen am Wegesrand versuche ich zu ignorieren. Ich muss meine verbleibende Zeit heute unbedingt nutzen, um mich an diese Rüstung zu gewöhnen, sonst wird das morgen eine Katastrophe.


Tag 10

Nachdem ich nun halbwegs mit der neuen Rüstung klarkomme, will ich mich heute das erste Mal an Elite1-Charakteren versuchen.
In der Arena schaue ich mich nach einem geeigneten Ziel um, etwas übermütig entschließe ich mich für eine +3 Nymphe. Im Gegensatz zu mir trägt diese jedoch einen Stab. Im Gewühl der Arena trete ich ihr gegenüber und ziehe mein Schwert. Die Nymphe schaut mich ein wenig komisch an, diesen Augenblick nutze ich zum Angriff. Sie ist allerdings flinker als ich dachte und ich zerschneide nur Luft. Meine Gegnerin richtet nun ihrerseits die Waffe auf mich. Dem ersten Feuerball kann ich mit Müh und Not ausweichen, der zweite trifft mich frontal. Ich fange mit meiner Rüstung zwar kein Feuer, aber sie heizt sich so stark auf, dass ich auch so darunter fast gegrillt werde. Dermaßen beeinträchtigt von der höllisch heißen Rüstung kann ich danach nicht mehr viel ausrichten. Der nächste Feuerball hinterlässt mich als verkohltes Häufchen auf dem sandigen Arenaboden.
Nachdem ich die qualvolle Wiederbelebungsprozedur hinter mir habe, will ich mein Glück noch einmal versuchen. Diesmal aber nur eine +2 Nymphe. Erleichtert stelle ich fest, dass diese keinen Feuerstab, sondern einen Eisstab nutzt, etwas Abkühlung kann nach dem letzten Kampf ja nicht schaden. Mein erster Angriff hat diesmal mehr Erfolg und ich kann der Nymphe eine heftig blutende Wunde am Bein zufügen. Leicht angesäuert über den Treffer schickt sie mir einen Geschosshagel von Eiszapfen hinterher, den ich jedoch mit meinem Schild abwehren kann. Erstaunt stelle ich fest, dass sich ein paar davon sogar in den Schild gebohrt haben. Wenn mich einer davon trifft … Ich gehe wieder zum Angriff über und die Nymphe hat Schwierigkeiten, meinen Hieben auszuweichen. Einen Schild nutzen zu können, hat schon seine Vorteile, ich kann ihre magischen Geschosse viel besser abwehren. Doch als ich mir des Sieges schon fast sicher bin, begehe ich einen Fehler und die Nymphe friert mich mit ihrem Stab ein. Ich stehe bewegungslos als Eisblock in der Arena herum, was mein Gegner gerade macht, sehe ich nicht. Endlich beginnt das Eis zu tauen und meine Sicht auf das Geschehen klärt sich. Ein wahrer Hagel dieser Eisgeschosse fliegt auf mich zu … es ist das letzte, was ich in diesem Kampf sehe. Es ist zu spät, um den Schild hochzureißen oder auszuweichen, die Wucht des Aufpralls schleudert mich an die Arenawand und die spitzen Geschosse nageln mich daran fest. Man erzählt mir später, dass die Wiederbelebungsmagier Mühe hatten, mich von der Wand wieder loszukriegen.
Nach diesen zwei Kämpfen habe ich vorerst genug von meinen magischen Verwandten und rechne mir schnelleres leveln aus, wenn ich auch weiterhin die Nicht-Elite-Charaktere angreife solange ich kann. Morgen ist auch noch ein Tag, um mich erneut zu versuchen. Immerhin erreiche ich noch Lvl 50.
Zum Abschluss dieses etwas ernüchternden Tages besuche ich wieder den Marktplatz, ignoriere heute den Stand des Buchmachers und verweile an einem Stand für hochgeistige Getränke. Hier ist mein Kampf gegen INT erfolgreicher als vorher in der Arena und ich wanke spät in der Nacht nach Hause.


Tag 11

Nachdem ich mich von dem gestrigen Fiasko ein wenig erholt habe, will ich mich heute erneut an den Elite1 versuchen.
Doch zunächst nehme ich mir die Zeit, eine kleine Bilanz bis hierhin zu ziehen. Ich bin nun Lvl 50 mit einer Kampfstatistik von 764 / 37 und einer Siegquote von 95%. Wenn ich mir meine nächsten Konkurrenten anschaue, bin ich besser als fast alle anderen von ihnen. Damit kann ich durchaus sehr zufrieden sein. Aber die wahre Herausforderung beginnt jetzt.
Etwas angespannt betrete ich heute die Arena. Wird es mit 2 Leveln mehr und noch ein wenig optimierter Ausrüstung besser laufen? Ich beginne langsam und suche mir zunächst einen +1 Gegner. Ich kann den Kampf diesmal deutlich für mich entscheiden. Die Anspannung fällt danach doch etwas ab und meine Motivation steigt. Ich versuche mich nun noch einmal an etwas höheren Gegnern, da ich so deutlich schneller vorankommen würde. Ich muss ein paar Niederlagen einstecken, doch schließlich finde ich ein paar halbwegs sichere Gegner sogar bis hinauf zu +4.
Eine eher angenehme Überraschung bereitet mir der Angriff eines +4 Ghuls, der mich wohl anscheinend wegputzen wollte. Stattdessen bekommt er die Klinge meines Schwertes zu spüren und ich beschließe, ihn im Anschluss selbst auf meine Angriffsliste zu setzen. Ich komme um einiges schneller voran als gedacht und erreiche am Abend Lvl 52.
Als ich am Nachmittag beim Rüstungsschmied vorbeischaue, erwartet mich dieser schon lächelnd. Ich habe mir diesmal eine Silberrüstung ausgesucht, sie ist schön anzuschauen, nur leider nicht wesentlich leichter als meine jetzige Eisenrüstung. Die Anprobe überstehe ich zwar wackelig aber zum Glück ohne Zusammenbruch. Der Schmied ist sichtlich enttäuscht, er hatte wohl auf ein neuerliches Spektakel gehofft. Ich nehme mir auch noch eines dieser schön gravierten Silberschwerter. Als ich zur Arena zurückgehe, ernte ich neidische Blicke der Elfen. Ja, Elfen mögen die schönen Dinge des Lebens, vor allem Geschmeide aus edlen Metallen. Viele von ihnen tragen selbst reich geschmückte Roben und Schmuck. Und ich trage nun eine komplette Rüstung und Waffe daraus … was sie nie können werden. Diesmal gehe ich meines Weges mit einem Lächeln auf den Lippen.


Tag 12
Es ist Frühstückszeit in der Arena und ich mache mich auf den Weg in die Gärten der Elfen. Wie jeden Tag passiere ich dabei das Lager der Orks, die ihr Quartier in einem Hof der Arena aufgeschlagen haben. Ich betrete den Hof, er erinnert mich mit seiner Kargheit an die orkischen Einöden. In der Mitte steht ein großer Kupferkessel in dem ein Ork eine komisch aussehende Pampe umrührt. Um den Kessel herum sitzen die anderen Angehörigen des Orkvolkes und löffeln diese Pampe aus großen Schalen in sich hinein.
Mein Blick fällt auf einen schon etwas älteren Balrog, der einsam in einer Ecke sein Mahl einnimmt. Als er meinen Blick bemerkt, winkt er mich zu sich. Er scheint erkannt zu haben, wer ich bin, inzwischen bin ich ja so etwas wie eine kleine Berühmtheit hier … ob in positivem oder negativem Sinne ist mir noch nicht ganz klar. Ich zögere kurz, setze mich dann aber doch neben ihn. Er sagt, er hätte mich von meinem ersten Tag als Nymphe an beobachtet und meine Fortschritte verfolgt. Verblüfft schaue ich ihn an, warum sollte jemand wie er Interesse an mir zeigen? Meine Verblüffung steigt noch, als er mir seine Geschichte erzählt.
Auch er hätte als Elite1 schon einmal etwas Ähnliches versucht und die Kampfkunst der Elfen erlernen wollen, wäre aber – anders als ich – bei den Waffen seines eigenen Volkes geblieben. Kurz vor Erreichen von Lvl 50 hätte er dann aufgegeben und wäre zu seinen Wurzeln zurückgekehrt, zu mühselig und erfolglos wäre ihm sein Unterfangen erschienen. Nun begreife ich, warum er mich beobachtet. Er beschwört mich, meinen Weg trotz aller Schwierigkeiten weiterzugehen und das zu erreichen, was er nie geschafft hat. In seinen Augen sehe ich Bedauern, wahrscheinlich hat er zu früh aufgegeben.
Er schiebt mir seine Schüssel mit dieser undefinierbaren Pampe zu und erklärt mir, die Orks würden diesen sehr nährstoffhaltigen Brei essen, um stark zu werden und in der Arena zu bestehen. Angewidert schaue ich in die Schüssel und probiere schließlich doch davon. Es schmeckt scheußlich, aber der Erfolg scheint den Orks recht zu geben, um mich herum sehe ich ausschließlich muskulöse Gestalten. Fleisch scheint es zu meinem Erstaunen keines zu geben. Auf meine Nachfrage hin erklärt mir der Balrog, das würde ihnen beim Kämpfen nur schwer im Magen liegen, deswegen würden sie darauf verzichten.
Die Orks sind wesentlich disziplinierter als ich dachte. Wenn ich noch etwas an Kraft zulegen will – und mit Schaudern denke ich an meine schwere Rüstung – sollte ich vielleicht den Rat des Balrogs annehmen und ebenfalls diesen Brei essen. Ich werde die prall gefüllten Obstteller der Elfen schmerzlich vermissen, aber was tut man nicht alles für den Erfolg. Ich bedanke mich bei dem Balrog für seine Ratschläge und mache mich bereit für den heutigen Tag in der Arena.
Nachdem der gestrige Tag wesentlich besser lief als ich das zuvor erwartet hatte, möchte ich das heute natürlich gerne wiederholen. Ich konzentriere mich auf Angriffe gegen +3 und +4 Gegner. Ab und an muss ich eine Niederlage einstecken, aber das hält mich nicht auf. Ich gewinne sogar gegen einen gut bewaffneten +5 Char. Am Ende des Tages kann ich wiederum 2 zusätzliche Lvl verbuchen und bin nun Lvl 54.
Als ich am Abend auf dem Rückweg zufällig dem Balrog begegne, nickt dieser anerkennend. Ja, ich kann es schaffen und als erste Nymphe meiner Art Lvl 70 erreichen.
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Alt 06.03.2012, 01:41
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Tag 13
Ich kämpfe mich weiter vorwärts durch die Reihen der Elite1 und komme ähnlich gut voran wie am gestrigen Tag. 2-4 Lvl höhere Gegner kann ich weiterhin besiegen, auch wenn die eine oder andere Niederlage dabei ist und schaffe wiederum 2 Lvl. Ich stehe nun auf Lvl 56.
Der Höhepunkt des heutigen Tages war der Kampf gegen eine Dryade … leider in negativer Hinsicht. Nachdem ich durch ihren Feuerstab mehrmals in ein Häufchen Asche verwandelt wurde, gebe ich schließlich auf, diesen Elite2 kann ich nicht besiegen. Aber das wird sicher nicht mein letzter Versuch gewesen sein.


Tag 14
Heute komme ich nicht ganz so gut vorwärts. Ich muss häufiger nur +2 angreifen und mehr Niederlagen einstecken als an den letzten drei Tagen. Aber ich nähere mich auch langsam Lvl 60, ab hier tragen die meisten sicher schon den schönen neuen Schmuck, den ich bisher ausschließlich in Auslagen auf dem Marktplatz bestaunen kann. Ich erreiche daher heute nur Lvl 57.
Um ein wenig für meine noch bevorstehende Aufgabe zu trainieren – immerhin muss ich einen +2 Elite2-Charakter besiegen – frage ich einen meiner Gildenkollegen, ob er Lust auf einen Übungskampf hätte. Der Titan erklärt sich bereit, mir ein paar Tricks zu zeigen. Leider hat er einen dieser unangenehmen Feuerstäbe, aber er verspricht mir zumindest, mich nicht allzu sehr zu verbrutzeln. Wahrscheinlich soll mich das beruhigen, hat aber eher die gegenteilige Wirkung.
Der Kampf beginnt und ich bin am Anfang gar nicht mal schlecht. Ich kann ein paar empfindliche Treffer landen und muss nur wenig selbst einstecken. Doch nach einer Weile des Schlagabtauschs beschließt der Titan wohl, dass er mich unmöglich gewinnen lassen könne und verpasst mir einige wohl gezielte Feuerbälle. Jaulend springe ich in das nächste Wasserbecken. Ich schaue meinen Gildenkollegen böse an … dieser zuckt nur entschuldigend mit den Schultern. Nachdem ich mich etwas abgekühlt habe, hole ich mir noch eine Großpackung Brandsalbe von unserem Heiler und begebe mich dann erstmal zur Ruh. Immerhin konnte ich mir ein paar Dinge abschauen, auch wenn die Erfahrung sehr schmerzlich war.


Tag 15

Heute geht es genauso schleppend voran wie am gestrigen Tag, meine Angriffe beschränken sich auf +1 und +2 Gegner. Kämpfe gegen höhere Chars verliere ich zu oft. Ich schaffe wiederum nur 1 Lvl und bin nun Lvl 58. Anscheinend werde ich mich bis Lvl 60 durchschlagen müssen, um dann mit verbesserter Ausrüstung erneut Anlauf zu nehmen.


Tag 16
Ich betrachte mich im Spiegel. Die letzten Tage habe ich mir jeden Morgen diesen ekligen Brei reingewürgt, wie es mir der Balrog empfohlen hat und dazu noch einiges an Krafttraining absolviert. Ein paar mehr Muskeln glaube ich auch schon auszumachen, wobei ich im Gegensatz zu einem Ork immer noch wie eine mickrige Bohnenstange aussehe. Dennoch sollte ich nun in der Lage sein, eine etwas bessere Rüstung und Waffe zu tragen.
Ich begebe mich also zum Marktplatz zu den Schmieden. Der Waffenschmied hat ein schönes Stahlschwert vorrätig. Ich schwinge es probeweise durch die Luft. Ja, es liegt gut in der Hand und ich kann es auch längere Zeit ohne Ermüdungserscheinungen benutzen, ich mache tatsächlich Fortschritte. Ideal wäre nun noch eine Rüstung aus Stahl, auch wenn diese wesentlich hässlicher aussieht als meine schöne Silberrüstung. Doch leider muss mir der Rüstungsschmied mitteilen, dass er noch nicht so erfahren in der Stahlverarbeitung ist und eine solche Rüstung daher noch etwas Zeit in Anspruch nehmen kann. Ich bin etwas enttäuscht, aber meine jetzige sollte schon noch eine Weile reichen, sie ist immerhin besser als das, was die meisten meiner Konkurrenten tragen.
Ich habe heute Lvl 59 erreicht, auch wenn das Fortkommen weiterhin sehr zäh ist, das erinnert mich daran, dass nun die Wettannahmen beendet sind. Neugierig, wie die endgültigen Quoten stehen, mache ich noch einen Abstecher zum Marktplatz. Hinter dem Wettstand sehe ich eine abgerissene und blutende Gestalt. Erst auf den zweiten Blick erkenne ich den Buchmacher, was ist denn bloß mit dem passiert? Der Dunkelelf erzählt mir, dass er auf einer Handelsreise von Orks entführt wurde, die ihn 3 Tage lang festhielten. Schließlich konnte er sie aber zusammenbrüllen und sei entkommen. Aha … Orks zusammengebrüllt … vielleicht wollte er ihnen ja rosa Kleidchen verkaufen. Ich beschließe, das Thema nicht weiter zu vertiefen, der Mann scheint mir etwas wirr, sondern erfrage lieber den endgültigen Wettstand. Der Buchmacher schaut mich nur verdattert an. Anscheinend stammt das Blut auf seiner Stirn wohl von einem Schlag gegen ebendiese. Am besten, ich lasse ihm einen Tag Ruhe und komme morgen wieder, heute ist da nichts mehr zu erwarten.


Tag 17
Heute kann ich mich endlich bis Lvl 60 durchschlagen und mich mit neuer Ausrüstung eindecken. Ich besorge mir auf dem Marktplatz schönen neuen Schmuck und ein verbessertes Stahlschwert, das wird dann wohl auch meine endgültige Waffe bis Lvl 70 sein. Der Rüstungsschmied ist leider noch immer nicht soweit, er murmelt etwas von blöden Lieferanten, die nicht in der Lage wären, hochwertiges Silber für seine noch ausstehenden Bestellungen zu liefern. Also werde auch ich warten müssen …
Auf Lvl 60 stehe ich nun mit einer Kampfstatistik von 1162 / 129, einer Siegquote von 90% und einer Exp-Quote von 381, das sieht also recht positiv aus. Ich komme nun auch wieder besser vorwärts und erreiche am Abend sogar noch Lvl 61.
Nachdem der Buchmacher gestern zu verwirrt war, um mir irgendeine vernünftige Antwort zu geben, erhoffe ich mir heute endlich genaue Auskünfte. Als ich den Wettstand erreiche, ist der Buchmacher allerdings verschwunden. Sehr merkwürdiger Mann. An der Tafel kann ich aber die Endstände einsehen. Erstaunlicherweise wettet in allen Bereichen die Mehrheit auf meinen Erfolg. Das hätte ich nun nicht erwartet, viel eher eine Menge Wetten gegen mich. Beschwingt begebe ich mich auf den Weg zurück.


Tag 18

Heute war ein recht ruhiger Tag für mich. Der Aufwärtstrend setzt sich weiter fort und ich schaffe wieder +3 und +4 Gegner. Am Abend erreiche ich Lvl 63. Nur noch 7 Lvl trennen mich von meinem Ziel …


Tag 19
Heute nehme ich mir vor, einen Elite2-Charakter zu besiegen, denn viele Gelegenheiten werde ich nicht mehr haben. Die Elite2 sind rar in meinem Levelbereich und ich bin nur noch wenige Lvl von 70 entfernt, es wird also langsam Zeit, wenn ich die Wette erfüllen will. Die nächsten für mich interessanten Ziele sind auf Lvl 67. Als ich Lvl 64 erreiche, beschließe ich mein Glück zu probieren. Eine Dryade und ein Golem stehen zur Auswahl. Ich greife zunächst die Dryade an, unterliege aber in mehreren Kämpfen. Vielleicht ist der Golem doch erfolgversprechender?
Ich fordere den Golem heraus. Dieser trägt einen Eisstab, eine wahrlich merkwürdige Erscheinung. Auch hier verliere ich, aber der Kampfausgang ist knapp und ich wage einen erneuten Versuch. Der Golem schaut mich belustigt an und macht zunächst keine Anstalten anzugreifen, für ihn ist der erneute Kampfausgang anscheinend schon klar. Mit einem Kampfschrei stürze ich mich auf ihn und kann ihm einen tiefen Schnitt an der Hüfte zufügen. Aus der Wunde läuft eine bräunliche lehmartige Substanz und der Golem lächelt nun nicht mehr. Er scheint mich endlich ernst zu nehmen, denn er geht nun seinerseits mit grimmigem Gesicht zum Angriff über. Eisgeschosse … wie ich die hasse. Panikartik versuche ich den Geschossen auszuweichen und sie verfehlen mich nur um Haaresbreite. Ich stürme wiederum auf den Golem zu, er soll möglichst keine Chance für einen erneuten Eishagel bekommen. Mit einem gewaltigen Hieb ziele ich auf seinen lehmigen Oberkörper, doch anstatt ihn zu treffen, reflektiert er die Wucht des Angriffs auf mich zurück. Der Stoß lässt mich ein ganzes Stück durch die Arena fliegen und gegen eine der Säule inmitten der Arena krachen.
Benommen bleibe ich zunächst auf dem Boden liegen. Ich registriere, dass ich noch am Leben bin. Aber irgendwas schnürt mir die Luft ab und drückt auf meinen Brustkorb. Ich taste mit der Hand über meine Brust und erwarte schon halb, ein riesengroßes Loch vorzufinden. Doch die Rüstung hat standgehalten, ist jedoch stark eingedellt und hat mir vermutlich die Rippen gebrochen. Bevor ich mich weiter mit meinem Zustand beschäftigen kann, höre ich den Golem auf mich zustampfen, den Eisstab im Anschlag. Anscheinend will er mich genüsslich aus der Nähe erledigen. Ich versuche mich zu erheben, doch ich schaffe es nicht. Der Schild neben mir ist für mich zu schwer zum anheben. Verzweifelt klammere ich meine Hand um den Schwertgriff, doch auch dieses scheint nun mindestens das fünffache zu wiegen. Der Golem kommt immer weiter grinsend auf mich zu und ich kann nichts weiter tun, als hier rumzuliegen. Als er jedoch schon fast über mir ist, kommt er plötzlich ins Straucheln. Ich überlege nicht lange und stoße mit aller verbliebenen Kraft mein Schwert aufwärts direkt durch das Herz dieser künstlichen Bestie. Mit einem lauten Krachen geht sie zu Boden. Noch etwas ungläubig schaue ich auf den gefallenen Golem und nun sehe ich warum er strauchelte - aus der Wunde an seiner Hüfte läuft die merkwürdige Substanz inzwischen in Strömen, es muss ihn mehr behindert haben, als er sich anmerken lies.
Ich entledige mich der verbeulten Rüstung und werfe sie achtlos neben mich, so ist es schon viel besser, ich bekomme endlich wieder Luft. Nach einer Weile stehe ich langsam auf und besehe mir den Golem aus der Nähe. Schließlich trenne ich mit meinem Schwert seinen Kopf vom Rumpf und begebe mich zu einem der Arenawächter. Staunend beäugt dieser mich: eine merklich mitgenommene Nymphe mit einem Schwert in der einen Hand und einem Golemkopf in der anderen. Schließlich kritzelt er etwas auf eine Rolle Pergament und überreicht es mir, der Beweis meines Sieges:



Müde und abgeschlagen begebe ich mich zu einem Heiler. Nach diesem Kampf brauche ich erst einmal Ruhe. Doch es ist noch früh am Tage. Nachdem sich der Heiler um meine Wunden gekümmert hat und ich mich ein wenig ausgeruht habe, geht es in der Arena weiter, denn nun muss ich nur noch mit so guten Quoten wie möglich Lvl 70 erreichen. Beschwingt von meinem Sieg zuvor hacke ich mich buchstäblich durch die Gegner und bin am Abend Lvl 65.


Tag 20
Ausgeruht gehe ich heute Morgen wieder an den Start. Den Kopf des Golems stelle ich mir auf ein Podest in meine Kammer. Für Nymphen ist das zwar ungewöhnlich, aber mir gefällt der Kopf als Trophäe und ich möchte ihn gern als Erinnerung behalten. Zum Glück muss man Golemteile nicht erst konservieren.
Die Kämpfe gehen inzwischen recht locker, ich muss nur wenige Niederlagen einstecken. Allerdings werden höhere Ziele, die genug Erfahrungspunkte bringen, langsam rar. Inmitten der Arena mache ich ein Gewusel aus, neugierig schaue ich nach, was da los ist. Da rennen doch tatsächlich ein paar nackte Chars durch die Arena und eine ganze Meute macht Jagd auf sie. Die Nackedeis liegen schneller am Boden als man selbst zuschlagen kann. Wenn ich auch mal an die Reihe kommen will, muss ich wohl schnell sein. Leider erwische ich nicht allzu oft einen. Dafür sind sie mit wenigen Hieben erledigt, nur ab und an muss man selbst mal einen Klapps auf den Po einstecken. Unter den Nackten ist auch eine Nymphe, die erwische ich sogar etwas häufiger. Sie scheint irgendwie angetan von mir zu sein, denn sie lädt mich dazu ein, ruhig oft zuzuschlagen, solange sie noch ihrem Nudisten-Dasein fröhnt. Was ich wohl davon halten soll? Ich denke nicht allzu lange darüber nach, die Erfahrungspunkte sind ein gutes Argument … außerdem macht es Spaß.
Am Ende des Tages erreiche ich Lvl 67, langsam ist der Endspurt angesagt, doch dieser wird noch einmal zäh werden.
Für den Abend hat der Buchmacher zudem eine Bekanntmachung angekündigt, also eile ich noch schnell zum Marktplatz. Der Buchmacher erscheint mit einer Schar von Halblingen und verkündet mit lautem Trara den Gewinn meiner Wette. Noch dazu zahlt er mir 10% vom Gesamteinsatz als Belohnung aus. Mit glänzenden Augen betrachte ich die schönen Silbermünzen, für so eine kleine Nymphe ist das richtig viel Geld. Da lohnt es sich gleich doppelt, auch noch die anderen Wetten zu gewinnen. Ich werde mir auf jeden Fall Mühe geben.


Tag 21
Die Nudistenparty in der Arena macht mir das Leben um einiges leichter, auch wenn ich mit meinen normalen Konkurrenten um mich herum keine Probleme habe. Aber höhere Gegner sind nun rar und ich greife an, was mir vor das Schwert kommt. Ich erreiche heute Lvl 68.


Tag 22
Das zähe Heraufkämpfen geht weiter. Mit jedem Lvl, das ich aufsteige, bekomme ich pro Kampf weniger Erfahrungspunkte, denn über Lvl 70 beginnt bereits der Bereich der Elite2. Aber zumindest verliere ich auch mit jedem zusätzlichen Lvl weniger HP in den Kämpfen, denn meine Gegner bleiben dieselben. Ich schaffe es heute auf Lvl 69 und bin nur noch ein halbes Lvl von meinem Ziel entfernt.


Tag 23

Heute nehme ich das verbleibende halbe Lvl in Angriff. Die Kämpfe kann ich recht flott für mich entscheiden, gegen normale Gegner gewinne ich ziemlich deutlich und die Nackten stellen sowieso kein Problem dar. Am Mittag ist es endlich soweit, ein Kobold beschert mir die letzten Erfahrungspunkte für den Aufstieg. Ich habe es geschafft, nach 23 Tagen bin ich endlich Lvl 70! Jubelnd strecke ich mein Schwert in die Luft. Mein alter Ork-Meister wäre stolz auf mich.
Erreicht habe ich Lvl 70 mit insgesamt 1855 Kämpfen, davon 1687 Siege und 168 Niederlagen, was einer Siegquote von 91% und einer Exp-Quote von 356 entspricht. Als ich auf Lvl 1 begann, hatte ich große Bedenken, mein Ziel erst gar nicht zu erreichen, ganz zu schweigen vom Gewinn der später noch aufgekommenen Wetten. Dass ich aber so schnell und mit einer solch extrem guten Kampfstatistik abschließen würde, hätte ich nicht im Traum gedacht.
Von meinen Gildenkollegen, vom Buchmacher und dem alten Balrog bekomme ich Glückwünsche, sogar von dem Rüstungsschmied, der immer so gern bei der Anprobe über mich gelächelt hat. Für die Stahl-Rüstung war er dann übrigens doch zu langsam, ich habe meine letzten Kämpfe mit der nach dem Elite2-Kampf geflickten Silberrüstung absolvieren müssen. Für meine Zeit als Dryade verspricht er mir aber die Stahlrüstung, allerdings müsste ich dazu meinen Weg noch weiter gehen, als ich das bisher getan habe. Bin ich dazu bereit?
Am Abend laufe ich zufällig der rosa gekleideten Gestalt über den Weg, die damals gegen mich gewettet hat. Als ich ihr zulächel, brummt sie frustriert, dass sie nicht mehr Wetten wolle. Hier kann ich mir das Lachen dann doch nicht verkneifen. Die Gestalt hat sicher auf den großen Gewinn gesetzt und nun doch alles verloren. Alles? Nein, eine Wette ist noch unentschieden. Ich habe mein Ziel erreicht, ich bin weiter auf diesem sehr eigenwilligen Skillpfad gegangen, als jemals jemand vor mir. Werde ich noch weiter gehen? Wäre das als Elite2 genauso möglich oder würde ich dort auf wesentlich mehr Schwierigkeiten stoßen? Wie müsste ich diese Herausforderung angehen oder wäre es vielleicht gar unmöglich? Ich weiß noch nicht genau, was für mich die beste Entscheidung wäre, daher nehme ich mir etwas Zeit, um darüber nachzudenken. Derweil stelle ich mich in der Arena noch denjenigen, die gerne einmal gegen mich kämpfen wollen. Nacktkämpfe sind allerdings nicht so meine Sache, ich ziehe den bewaffneten Kampf vor.



Das Ende … oder erst der Anfang?
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  #3  
Alt 16.03.2012, 00:38
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